Fortbildung und Ausbildung Mediation

Was ist Mediation?

  • Mediation heißt übersetzt „Vermittlung“.
  • Der Begriff beschreibt ein Verfahren, in dem Konflikte und Streitfälle außerhalb des Gerichtes beigelegt werden.
  • Die Konfliktparteien finden einvernehmlich eine Regelung, die für sie vorteilhaft ist und die nahe Zukunft gestaltet.
  • Dabei bleibt die Selbstbestimmtheit, die Wertschätzung und Würde der Beteiligten gewahrt.
  • Diese Regelung wird in einer Vereinbarung festgehalten.
  • Mediation bei uns heißt auch immer, in Betracht zu ziehen, welche Bedeutung menschliche Vielfalt, Diversity, und Wertschätzung als Haltung für den Konflikt haben.

Die Aus- und Fortbildung “DiversityMediation” bei uns kann Ihre …

… persönliche Professionalität und Kompetenz stärken

… Ihr professionelles Handlungsfeld erweitern

  • durch die Erweiterung Ihrer fachlichen und methodischen Kompetenzen um Wertschätzung, Mediation und Diversity,
  • durch Analysekompetenz komplexer Prozesse mit dem Ziel, diese handhabbar zu machen,
  • durch Verständnis von Konflikten, ihren Beteiligten und Betroffenen,
  • durch Selbstreflexion über die eigenen Anteile an/in Konfliktsituationen,
  • durch Einblicke in das Verhältnis von menschlicher Vielfalt / Diversität zu Konflikten,
  • durch Kenntnis der 7 verschiedenen Wertschätzungsformen und ihre Bedeutung für Konflikte,
  • durch praktische Erfahrung.

Die Aus- und Fortbildung “DiversityMediation” ist sinnvoll für …

… angehende oder bereits zertifizierte Mediator_innen.

… alle Menschen in konfliktträchtigen Berufsfeldern.

… Menschen in führenden oder leitenden Positionen.

… für Supervisor_innen, Coaches, Trainer_innen oder Berater_innen.

Die Aus- und Fortbildung “DiversityMediation”, wie sie abläuft …

Die modulare Ausbildung dauert zwei Jahre und qualifiziert sie in 264 Std. zur zertifizierten Mediatorin. Die Stunden schlüsseln sich auf in 192 Präsenzzeitstunden, 27 Stunden Intervisionsgruppenarbeit, 45 Stunden Selbststudium inkl. Lektüre und werden ergänzt um mindestens 1 Std. Supervision. Inhaltlich und formal erfüllt sie die Vorgaben der Rechtsverordnung zum Mediationsgesetz (vgl. §2(3) ZmediatAusbV).

Die berufsbegleitende Ausbildung besteht aus dem Basis-Workshop “Konfliktbearbeitung. Einführung in die wertschätzende DiversityMediation” und den aufeinander aufbauenden Modulreihen “Konfliktmanagement. DiversityMediation im Beruf” mit 5 Einzelmodulen sowie “DiversityMediation als Beruf” mit 6 Einzelmodulen.

Sämtliche Ausbildungsmodule finden ganztägig samstags und sonntags statt. Termine für die Intervisionsgruppen zwischen den Modulen vereinbaren die Teilnehmer_innen selbstorganisiert.

Der Workshop und die beiden Modulreihen sind in sich jeweils als Spiralcurriculum konzipiert: Ein Einstieg in Modulreihe eins ist jederzeit möglich, wenn Sie den Workshop besucht haben, ein Einstieg in Modulreihe zwei, wenn Sie Reihe eins abgeschlossen haben.

Die Seminare mit Katharina Stahlenbrecher und Christine Ehlers beginnen mit dem Rückblick auf eigene praktische Erfahrungen und die Lektüre. Die neuen Lehrinhalte werden in Impulsvorträgen vermittelt, anschließend in Übungen und Rollenspielen erprobt und auf (Ko-)Mediationen angewendet. Da wir Wert legen auf begleitendes Selbststudium zur Vertiefung Ihrer Erkenntnisse, erhalten Sie zwischen den Modulen gezielte Aufgaben in Theorie und Praxis (Fachlektüre, Arbeitsgruppen und (Ko-)Mediation). Für diversity-sensibles und wertschätzendes Konfliktmanagement ist die Selbstreflexion unverzichtbare Grundlage. Deshalb legen wir außerdem Wert auf Supervisionen, die bei Jule Endruweit oder Susanne Gillmann absolviert werden können.

Die Ausbildung wird abgeschlossen mit der schriftlichen Dokumentation und Reflexion von zwei (ko-)mediierten Fällen und deren Präsentation / Verteidigung im Lehrgangskontext.

Alle angebotenen Module sind anrechenbar für eine Zertifizierung bzw. Rezertifizierung nach der Zertifizierte-Mediatorin-Ausbildungsverordnung (ZMediaAusbV) und werden entsprechend bescheinigt.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit entweder einzelne Module oder einen Lehrgang zu buchen. Die Module für bereits zertifizierte Mediatorinnen sind jeweils am Stand, den Lernerfordernissen und Interessen der Teilnehmenden ausgerichtet.

Konfliktbearbeitung. Eine Einführung in die wertschätzende DiversityMediation
(ein Modul mit 16 Stunden)

Diese Kompakt-Weiterbildung ist interessant für alle, die einen ersten Einblick in Mediation erwarten. Die Einführung ist gleichzeitig der Startpunkt für die Ausbildung zum zertifizieren Mediator bei uns.

Das Seminar vermittelt einen Überblick über die Phasen und Prinzipien sowie über den rechtlichen Rahmen der Mediation. Es lädt zur Reflexion über die Rolle der Mediatorin oder des Mediators ein, über die Bedeutung von menschlicher Vielfalt für Konflikte sowie über die Ebenen und Formen einer wertschätzenden Haltung und eruiert Chancen und Grenzen von wertschätzender DiversityMediation.
Kurze Übungen helfen, das gehörte auf die eigene Arbeit oder das eigene Anliegen anzuwenden.

Teil 1: Konfliktmanagement. DiversityMediation im Beruf
(5 Module mit insgesamt 80 Präsenzzeitstunden)

In diesem ersten Teil werden an 5 Wochenenden die Grundlagen aus Mediation, Diversitätsmanagement und Wertschätzung
– für Kommunikation, Rahmen und Haltung entwickelt,
– für Analysemodelle vorgestellt und angewendet,
– für Haltung, Stereotypen und Selbststeuerung erarbeitet,
– für Verhandlung vermittelt
– für Macht, Autorität und Struktur vertieft
Die Kernelemente der Mediation beziehen Sie auf Ihren Arbeitsalltag.
Voraussetzung ist die Teilnahme am Basiswochenende “Einführung in die wertschätzende DiversityMediation”. Das Ausbildungsziel ist Konfliktmanager*in.

Teil 2: DiversityMediation als Beruf
(6 Module mit insgesamt 96 Präsenzzeitstunden)
Im zweiten Teil werden
– Haltung und Methoden vertieft,
– das Aufsetzen von Mediationsprozessen erarbeitet,
– Eingenarten einzelner Anwendungsgebiete der Mediation betrachtet
– jeweils zwei (ko-)mediierte Fälle supervidiert.
– Jeweils 2 (ko-)mediierte Fälle dokumentiert und präsentiert.
Aus den Mediationsfelder Wirtschaft, Großgruppen, Betrieb, Verwaltung und Schule, Familie, Nachbarschaft wird jeweils eines pro Modul fokussiert. Fragen nach gesellschaftlicher Bedeutung, Rahmen, Setting, Themen, QM, Diversity-Reife, Recht sowie Macht und Gewalt werden entsprechend akzentuiert.
Voraussetzung ist die Teilnahme an allen Modulen aus Teil 1. Das Ausbildungsziel dieses Teils ist der zertifizierter Mediator / die zertifizierte Mediatorin.

Einzelsupervision zur (Re)Zertifizierung
Fallbezogene Einzelsupervisionen nach Abschluss einer (Ko-) Mediation (vgl. §§ 2(2), 4 ZMediatAusbV).

Fortbildung für zertifizierte Mediator_innen
Jeweils 8 Stunden umfassende Fortbildungen zur spezifischen Vertiefung und Aktualisierung einzelner Ausbildungsinhalte oder zur Vertiefung von Kenntnissen und Fähigkeiten in besonderen Bereichen der Mediation (vgl. §3 ZMediatAusbV).

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Termine

Einführung in die Mediation (Basiskurs)

im WerkRaum, Rykestr. 43, 10405 Berlin

Keine Veranstaltungen

Konfliktbearbeitung im Beruf (Teil1)

im WerkRaum, Rykestr. 43, 10405 Berlin

22.08.2020 - 23.08.2020, ganztägig

26.09.2020 - 27.09.2020, ganztägig

31.10.2020 - 01.11.2020, ganztägig

05.12.2020 - 06.12.2020, ganztägig

Konfliktbearbeitung als Beruf (Teil 2)

im WerkRaum, Rykestr. 43, 10405 Berlin

Keine Veranstaltungen